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	<title>Last Commander Standin’</title>
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	<description>Last Commander Standin’ – die Rockshow aus Berlin</description>
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		<title>Der Commander ist wieder unterwegs</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 16:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Commander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 13. bis zum 15. Oktober im Café Schalotte gibt es unsere Rock-Show  in einer Neuauflage. Einiges hat sich getan seit der Premiere im Februar. Sogar Jacks ehemaliger Manager ist ihm auf die Spur gekommen &#8211; und will natürlich wieder mitmischen beim Allied Forces Music Club. Ob das gut geht? Es gibt neue Stücke &#8211; einen neuen Gitarristen, es gibt neuen Drive und wieder jede Menge guter Laune. Denn der Auftrag bleibt: Jack und die Chickenhunters haben eine Missio...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 13. bis zum 15. Oktober im Café Schalotte gibt es unsere Rock-Show  in einer Neuauflage. Einiges hat sich getan seit der Premiere im Februar. Sogar Jacks ehemaliger Manager ist ihm auf die Spur gekommen &#8211; und will natürlich wieder mitmischen beim Allied Forces Music Club. Ob das gut geht? Es gibt neue Stücke &#8211; einen neuen Gitarristen, es gibt neuen Drive und wieder jede Menge guter Laune. Denn der Auftrag bleibt: Jack und die Chickenhunters haben eine Mission &#8211; die Hauptstadt muss gerockt werden. Und alle sind dabei: Bolle, Hilde, Otto, Claire und wie sie alle heißen. Die haben sich nämlich schon angemeldet für:</p>
<p><strong>&#8220;Last Commander Standin&#8217;&#8221;</strong></p>
<p><strong>Vom 13. bis 15. Oktober ab 20 Uhr im Café Schalotte</strong></p>
<p><em>Behaimstraße 22 | 10585 Berlin | Tel: (030) 341 14 85 . Da gibt&#8217;s die Tickets. </em></p>
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		<title>Premiere im Februar 2011</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 08:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Commander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Last Commander Standin&#8217;&#8221; &#8211; die Rockshow aus Berlin freut sich, bekanntzugeben:
Am 16. Februar 2011 findet die Premiere statt um 20.00 Uhr in der Ufa-Fabrik
Viktoriastraße 10
12105 Berlin
Weitere Shows am:
17.+18.+19. Februar
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Last Commander Standin&#8217;&#8221;</strong> &#8211; die Rockshow aus Berlin freut sich, bekanntzugeben:</p>
<p>Am <strong>16. Februar 2011</strong> findet die Premiere statt um 20.00 Uhr in der <strong>Ufa-Fabrik</strong></p>
<p>Viktoriastraße 10<br />
12105 Berlin</p>
<p>Weitere Shows am:<br />
17.+18.+19. Februar</p>
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		<title>Drive by shooting</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 20:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Commander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich warte auf meinen Rückflug. Ich muss zurück. Endgültig. Sitze auf dem Flughafen von Mexiko City. Wir kommen nicht weg. Ein Vulkan in Island hat den Himmel über Europa mit einer Staubwolke vollgepumpt, dass sich kein Pilot mehr orientieren kann. Keine Terroristen, keine pleite gegangene Airline, kein lächerlicher Krieg hat das geschafft. Irgendwo unter dem Nord-Atlantik gab es einen Überdruck in den Eingeweiden der Erde und ein riesiger Furz entfuhr den Tiefen. Und j...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich warte auf meinen Rückflug. Ich muss zurück. Endgültig. Sitze auf dem Flughafen von Mexiko City. Wir kommen nicht weg. Ein Vulkan in Island hat den Himmel über Europa mit einer Staubwolke vollgepumpt, dass sich kein Pilot mehr orientieren kann. Keine Terroristen, keine pleite gegangene Airline, kein lächerlicher Krieg hat das geschafft. Irgendwo unter dem Nord-Atlantik gab es einen Überdruck in den Eingeweiden der Erde und ein riesiger Furz entfuhr den Tiefen. Und jetzt sitzen wir da und warten bis das Gedärm wieder Ruhe gibt. Na, hoffentlich bald.</p>
<p>Ich wollte eigentlich in die Staaten, kurz mal nach Hause, schauen, was die Familie im Tombstone/Arizonas so treibt. Als ich in Ciudad Juarez war, rief ich an. Schöne Pleite. Mam sagte, ich solle bleiben, wo der Pfeffer wächst, Dad würde mir mit der Schrotflinte heimleuchten und Pat, mein Bruder, würde nur darauf warten, mir‘s endlich heimzuzahlen, dass ich ihm damals Linda, seine Braut, ausgespannt hätte. Mann, sind die nachtragend. Geht gar nicht. Nur Betsy, meine süße kleine Schwester, als sie hörte, dass ich am Telefon war, freute sich: „Hey Jack, du musst kommen. Hier sind nur Idioten, Schwachmaten und lausige Rocker am Start. Ich vermisse dich so“. Mam zischte sie an: „Lass‘ ihn in Ruhe, diesen Halsabschneider, der nur Elend über unsere Familie gebracht hat.“ Ich wollte mit Betsy reden, aber Mam hätte sich wohl eher mit dem Telefon stranguliert, als Betsy den Hörer zu geben. „Ich liebe dich. Immer noch.“, flötete sie aus dem Hintergrund. Bei den richtigen Frauen hatte ich immer einen Schlag. Mam sagte: „Wehe du kommst hierher!“ und hing auf. Bei soviel Vorfreude wollte ich niemanden zu seinem Glück zwingen. Und stand da &#8211; eine Illusion ärmer.</p>
<p>Ich war erst ein paar Stunden in Juarez. Wenn ich geahnt hätte, was das für ein Pflaster ist, hätte ich einen großen Bogen um die Stadt gemacht. Gegen das hier war der Wilde Westen ein Kuschelzoo mit einem Sozialarbeiter für jeden Verbrecher. Kein Wunder. Hier ist das Nadelöhr für den ganzen Drogentransport in die USA. </p>
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		<title>Lizzy? Lizzy!</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 14:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Commander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich will wieder weg aus Honduras. Zurück nach Berlin. Habe heute Nacht wieder von Lizzy geträumt.  Was für eine Frau! Obwohl sie mich auch kaputt gemacht hat. Deshalb bin ich ja abgehauen. Ich hatte einfach genug, dass sie sich wie die Prinzessin auf der Erbse auf’m großen Federbett schaukeln ließ. Ich hatte Stress und sie ließ sich bedienen.  Ihre Ansprüche waren maßlos und oft war mir nicht klar, ob da ein Geist in meinem Bett lag oder eine Lady aus Fleisch und Blut. Ich hatte ihr...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will wieder weg aus Honduras. Zurück nach Berlin. Habe heute Nacht wieder von Lizzy geträumt.  Was für eine Frau! Obwohl sie mich auch kaputt gemacht hat. Deshalb bin ich ja abgehauen. Ich hatte einfach genug, dass sie sich wie die Prinzessin auf der Erbse auf’m großen Federbett schaukeln ließ. Ich hatte Stress und sie ließ sich bedienen.  Ihre Ansprüche waren maßlos und oft war mir nicht klar, ob da ein Geist in meinem Bett lag oder eine Lady aus Fleisch und Blut. Ich hatte ihr mein Herz zu Füßen gelegt. Das gefiel ihr. Aber es verpflichtete sie zu nichts. Was sollte ich da nur machen? Sie kam, wenn sie Lust hatte, blieb weg, wenn es ihr gefiel oder machte sich mitten drin aus dem Staub. Manchmal war ich mir sicher, dass sie sich mit anderen Kerlen rumtrieb. Sie stritt das nie ab, lieferte mir aber auch keine richtigen Beweise, so dass ich es ihr hätte vorhalten können. Und immer wieder besänftigte sie mich mit ihren Geschichten, die offenbar nur sie wusste. Irgendwie war sie mein Orakel. Ich wunderte mich, dass mir sonst niemand erzählen konnte, warum die Berliner Mauer wirklich fallen konnte.</p>
<p>Nach ihrer Version hatte es wenige Tage vor dem 9. November 1989 in einigen Regierungsgebäuden eine kurzfristige Überlastung des Stromsystems gegeben. Sicherungen knallten, das Personal klagte über Kopfschmerzen. Das geschah offenbar genau zu der Zeit, als die Machthaber darüber entscheiden wollten, mit aller Gewalt gegen die Protestzüge in den Straßen vorzugehen. Der Spannungsanstieg hätte wie eine Neutronenbombe gewirkt und sich auf die Gehirne der Leute ausgewirkt  &#8211;  wie eine Lähmung.  Effekt: ein kollektiver Ausfall der Denkfähigkeit. Und so wurden genau die  Entscheidungen nicht gefällt, die wahrscheinlich zur Niederschlagung der Revolte geführt hätten. Sie verpassten genau den Zeitpunkt, der entscheidend gewesen wäre, alles auf den Punkt zu bringen und die Maschine in Bewegung zu setzen. Alle nachträglichen Versuche, doch noch einen Kriegplan gegen das eigene Volk durchzusetzen, scheiterten. Das sind eben die Deutschen, die für die Revolution eine Bahnsteigkarte lösen und für ihre Niederschlagung ebenso.</p>
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		<title>Tequila und Pistolen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 08:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Commander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss weg hier, sonst mische ich mich noch ein. Als wir in die Hauptstadt zurückkamen hatte sich innerhalb weniger Stunden die Lage mächtig verschärft.  Die Armee ballerte in den Straßen herum. Es gab richtig viele Tote. Erst dachten wir, in unserer Kneipe hinter der Kathedrale St. Michael, wären wir sicher. Eine fast verhängnisvolle Täuschung. Während die anderen Gäste nach den ersten Schüssen die Beine unter die Arme nahmen, meinte Bertrand: „Mon ami, die sind immer s...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss weg hier, sonst mische ich mich noch ein. Als wir in die Hauptstadt zurückkamen hatte sich innerhalb weniger Stunden die Lage mächtig verschärft.  Die Armee ballerte in den Straßen herum. Es gab richtig viele Tote. Erst dachten wir, in unserer Kneipe hinter der Kathedrale St. Michael, wären wir sicher. Eine fast verhängnisvolle Täuschung. Während die anderen Gäste nach den ersten Schüssen die Beine unter die Arme nahmen, meinte Bertrand: „Mon ami, die sind immer so aufgeregt, die Latinos. Weinen schnell, lachen schnell und streiten sich schnell. Aber dann regen sie sich ab und sie versöhnen sich wieder beim Tequila. Wir sind Europäer. Die tun uns nix.“ Also bestellten wir noch zwei Cocktails. Die Spezialität des Barkeepers. Den Namen des  Hammer-Shots hab‘ ich vergessen. Der Mix-Spezialist servierte uns die Bombe, kassierte und als ich wieder zum Tresen schaue &#8211; war auch er weg.</p>
<p>Dio! Wir waren allein. Die Knallerei kam näher. Bertrand wurde jetzt leicht  unruhig, konnte gar kein englisch mehr sprechen und sabbelte nur noch französisch. Ein paar Brocken kann ich ja noch, aber sein Rede-Speed wurde immer schneller und ich verstand nur noch &#8211;  es klang wie ein Schlachtruf : „Merde! Merde! Merde!“ Ich wollte ihn beruhigen und sagte: „Shit happens,“ aber das beeindruckte ihn nicht, statt dessen hatte er den Rest seiner Sprache vergessen und brülle nur noch: „Merde! Merde! Merde!“ Der arme Bertrand! Er rannte zum Eingang, schaute raus, kam er wieder und johlte: „Merde! Merde! Merde!“ Jetzt reichte es mir, ich lief zu ihm, packte ihn am Schlawittich und rief: „ You son of a bitch! Jetzt mach‘ mal halblang. Ich bin der Commander und der hat immer alles im Griff.“ Dachte ich. Da kamen schon die ersten Soldaten in die Kneipe, fuchtelten mit ihren Maschinenpistolen herum und einer, wohl der Oberhorst von denen, meinte: „Ihr seid verhaftet!“ Widerspruch zwecklos. In wenigen Augenblicken war die Butze voller Pistoleros, und was machen die? Stürmen erst mal die Bar. Irgendwie sprach sich das draußen herum und immer mehr Armisten füllten den kleinen Raum. Ich hörte, wie der Bierkeller aufgebrochen wurde.</p>
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		<title>San Pedro Sula</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 13:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Commander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hat mich mein Kumpel Bertrand, mit dem ich zurzeit durch die Gegend ziehe, mitgenommen nach San Pedro Sula ins Interconti. Eine Verwandte von ihm, die sich auf einem Südamerika-Trip befindet, wohnt dort für einige Tage und hatte ihn eingeladen. „Du schläfst einfach bei mir auf’m Zimmer“ Wir saßen am Pool und je später es wurde, desto mehr rückten die letzten Schluckspechte zusammen. Cécile, ein Prachtstück von einer eingebildeten Französin, verabschiedetet si...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat mich mein Kumpel Bertrand, mit dem ich zurzeit durch die Gegend ziehe, mitgenommen nach San Pedro Sula ins Interconti. Eine Verwandte von ihm, die sich auf einem Südamerika-Trip befindet, wohnt dort für einige Tage und hatte ihn eingeladen. „Du schläfst einfach bei mir auf’m Zimmer“ Wir saßen am Pool und je später es wurde, desto mehr rückten die letzten Schluckspechte zusammen. Cécile, ein Prachtstück von einer eingebildeten Französin, verabschiedetet sich und irgendwann war ich mitten im Gespräch mit einem Kerl, der sich Nicholas Belab nannte. Mit jedem Whiskey wurde er mitteilungsbedürftiger und schließlich outete er sich als Banker aus New York. Die Getränke wurden teurer und nebenbei sagte er, er wisse gar nicht, was er mit den 35 Millionen Dollar machen sollte, die er als Abfindung vor einigen Monaten bekommen hätte. Er machte einen ziemlich desolaten Eindruck. Bertrand und ich, der auch ein bisschen Gitarre schrammeln kann, wollten ihm ein Ständchen spendieren, aber da schritt erstmal der Oberpropeller von der Bar ein. Nick steckte ihm fünfhundert Mäuse zu, da verbeugte er sich und wir konnten loslegen. Es war unglaublich: Als wir „Hotel California“ spielten, brach er fast zusammen.</p>
<p>Der Ort, wo wir waren, die süße, melancholische Stimmung des Songs, alles passte zusammen wie auf einer Kitschpostkarte und während uns ein freches Grinsen im Gesicht stand, fing er an zu heulen, als ob Oma und Mama gemeinsam gestorben wären. Endlich erholte er sich wieder, entschuldigte sich für seinen Gefühlsausraster und begann seine Geschichte zu erzählen. Er war Manager, der über Jahre hinweg die kranken Bewertungen für die Aktien der Lehmans und Goldmans und die Brüder Sachs und &#8230; ich kannte die meisten gar nicht – so nach oben gejazzt hatte, dass er sich nur gewundert hätte, warum es überhaupt so lange gedauert hätte, bis das Kartenhaus erst mal eingefallen wäre. Was aber nicht schlimm sei, denn der Kollaps hätte nur den Markt bereinigt.</p>
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		<title>Honduras</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Commander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bin in Honduras. Hier ist die Hölle los. Vor ein paar Monaten organisierten die Millionäre einen Putsch. Der Volksheld Zeluya, den der Geldsack Micheletti einfach eines Morgens aus dem Schlaf auf einen Pickup verfrachtete, ins Flugzeug steckte und ins Nachbarland Ecuador (?) bugsierte &#8211; Manuel ist  zurückgekehrt. Die Brasilianer verpflegen ihn in ihrer Botschaft. Die Leute sind aus dem Häuschen. Abends ist in Tegucigalpa immer Party. Tanz auf dem Vulkan, weil k...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin in Honduras. Hier ist die Hölle los. Vor ein paar Monaten organisierten die Millionäre einen Putsch. Der Volksheld Zeluya, den der Geldsack Micheletti einfach eines Morgens aus dem Schlaf auf einen Pickup verfrachtete, ins Flugzeug steckte und ins Nachbarland Ecuador (?) bugsierte &#8211; Manuel ist  zurückgekehrt. Die Brasilianer verpflegen ihn in ihrer Botschaft. Die Leute sind aus dem Häuschen. Abends ist in Tegucigalpa immer Party. Tanz auf dem Vulkan, weil keiner weiß, wie die Großgrundbessitzer, die den Soldaten Drogen und Lohn zustecken, reagieren werden. Die Straßen dröhnen von Soundsystems. Salsa mischt sich mit Volksliedern. Die Menge singt dann so laut mit, dass nur noch ein düsterer Beat aus den Lautsprechern wummert, aber darüber erhebt sich ein mächtiger Klang von Stimmen. Wer so singt, wird die Ganoven, die glaubten, sich das Land unter den Nagel zu reißen, zum Teufel jagen. Stelle mir vor, in New Orleans, wo ich gerade herkomme, wäre es genau so gewesen, als Katrina meine Brüder und Schwester ersäufte. Ich traf dort Fats Domino.</p>
<p>Drei Tage dachten damals alle, er wäre in die ewigen Jagdgründe verschwunden. Er erzählte schlimme Geschichten, wie die National Guard an seinem Haus vorbei fuhr und ihn einfach ignorierte. Das Boot sei voller Weißer gewesen. Kein Schwarzer war dabei. “Ey man. Ich habe ihnen jahrelang den Arsch abgewischt. Die Soldaten vögelten zu meinen Liedern ihre Frauen, zeugen Kinder auf dem Blue Berry Hill (?) Und dann ließen sie mich einfach in der Scheiße sitzen” erzählte er mir. “Ich bin ein alter Mann” sagte er, “nur so wollte ich mich nicht verabschieden. Aber so sah es aus. Weißt du, was mich gerettet hat?” “Du hast den Blues gespielt” antwortete ich ihm und lachte. “Du Penner! Für den Blues brauchst du wenigstens einen trockenen Arsch und die richtige Laune dazu. Aber ich saß erst auf der Veranda. Das Wasser stieg. Dann musste ich einen Stock höher. Dieses Dreckswasser hörte nicht auf. Dann war nur noch der Speicher. Wenn sie mich da nicht gefunden hätten, wäre Schluss gewesen. Aufs Dach hätte ich es nicht mehr geschafft. Ey man. Ich bin kein Feigling, wenn Gott es so beschlossen hätte &#8211; okay!</p>
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